Weinregionen Frankreich

      Frankreich erstreckt sich - im Herzen Europas - vom Mittelmeer bis zur Nordsee.

       

      Als meistbesuchtes Land der Welt empfängt Frankreich rund 83 Millionen Besucher pro Jahr. Allein Paris trumpft mit so vielen Sehenswürdigkeiten auf wie kaum eine andere Metropole. Typische Touristenmagnete sind die Basilika Sacré Coeur, der Arc de Triomphe, der Louvre und natürlich der Eiffelturm. Neben Paris bietet auch der „Rest“ Frankreichs - zwischen Perpignan im Süden und Calais im Norden, von Nantes im Westen bis Strasbourg im Osten des Landes- eine Vielzahl attraktiver Reiseziele für Kulturinteressierte, Entdecker und Genießen.

      Frankreich

      Die bezaubernde Vielfältigkeit Frankreichs

      Die Natur Frankreichs ist enorm vielfältig und reicht von den schneebedeckten Gipfeln der Alpen und der Pyrenäen, über weite Landschaften mit duftenden Lavendelfeldern bis hin zu langgezogenen weißen Sandstränden und schroff aufragenden Steilküsten am Meer. Verehrer idyllisch gelegener Dörfer kommen in Frankreich gleichermaßen auf ihre Kosten wie Fans mondäner Metropolen wie Nizza, Cannes oder Saint Tropez.

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      Und auch Liebhaber guten Essens und guter Weine sind in Frankreich bestens aufgehoben, denn die französische Küche ist sowohl für ihre Qualität als auch ihre Vielseitigkeit weltberühmt. Genießen ist in Frankreich ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen Kultur. Gerichte wie Ratatouille, Flammkuchen, Coq au Vin, Foie gras und bretonischer Hummer sind kulinarische Legenden und mittlerweile internationale Klassiker. Stellvertretend für die kulinarische Bedeutung Frankreichs in der Welt ist das Stangenweißbrot ‘Baguette’, das mit der Zeit nationalen Symbol der Franzosen geworden ist und überall auf der Welt gerne gegessen wird. Eine ebenso große Rolle spielt der Käse, von dem es eine unendliche Vielfalt an regionalen Spezialitäten und mehr als 400 verschiedene Sorten gibt.

      Eine uralte Tradition – der Weinbau in Frankreich

      Der Weinbau gehört ebenfalls zu den Traditionen Frankreichs. Die ersten Reben kamen schon im Jahr 600 vor Christus durch die Griechen nach Frankreich. Die Römer sorgten dann ab dem Beginn der neuen Zeitrechnung für eine systematische Verbreitung der Weinbaukultur in verschiedene französische Regionen – vom Rhonetal bis ins Burgund. In späterer Zeit trieben viele Adelshäuser die Ausbreitung der Weinbaufläche voran und gaben entscheidende Impulse bezüglich der Qualität. Darauf folgend widmeten sich zahlreiche Mönchsorden der Perfektionierung des Weinbaus und gewannen durch große und weitläufige Rebpflanzungen und die Kartografierung besonderer Weinbaugebiete weitreichende Erkenntnisse hinsichtlich der Nutzung der Böden, der Eigenschaften der Rebsorten und der Verbesserung der Vinifikation. Erkenntnisse, die nicht nur Auswirkungen auf den Weinanbau in Frankreich hatten, sondern die ganze Weinwelt nachhaltig veränderten. Heute sind in den Weinbergen Frankreichs insgesamt knapp 800.000 Hektar mit Reben bestockt, wobei circa 60 Prozent auf dunkle Trauben und ungefähr 40 Prozent auf helle Rebsorten entfallen. Nach Italien ist Frankreich damit das zweitgrößte Weinerzeugerland der Welt; der Anteil an der globalen Produktion liegt bei rund 20 Prozent. Die geografischen Voraussetzungen zwischen Mittelmeer und Atlantik sind für Weinbau geradezu perfekt: Differenzierte Klimazonen bieten vielerlei verschiedenen Rebsorten hervorragende Reifebedingungen und nirgendwo sonst auf der Welt ist der Anteil hochwertiger Kalksteinböden so groß wie in Frankreich. Egal, ob im hügeligen Elsass, der mit endlosen Lavendelfeldern gesäumten Provence, der Loire mit ihren malerischen Schlösschen oder dem Südwesten mit seiner wild-romantischen Garrigue-Landschaft: überall im Land finden sich große ‘Terroirs’ für eigenständige Weine.

      Der besondere Schatz französischer Weine: Das ‘Terroir’

      Der Begriff des ‘Terroirs’ beschreibt die natürlichen Faktoren eines Anbaugebietes, die die Eigenschaften der dort angebauten Rebsorten signifikant beeinflussen und dem Wein damit einen eigenen Charakter und einen Wert verleiht, der nur diesem geografischen Gebiet und seinen Weinen zugeschrieben wird. Schon vor Jahrhunderten haben beispielsweise die Mönche im Burgund sehr gut erkannt, dass aus spezifischen Rebsorten auf bestimmten Böden unter dem Einfluss des vorherrschenden Klimas ein unverwechselbarer Wein mit besonderen Charakteristika entstehen kann. Derartige Weinberge haben die Ordensbrüder in ihrer Klassifikation besonders hervorgehoben. Heute ist die Absicht, das besondere ‘Terroir’ im Wein zur Geltung zu bringen, ein elementarer Grundgedanke geworden, der weltumspannend in der Weinszene Fuß gefasst hat.

      Die geschützten Ursprungsbezeichnungen

      Um diese klare und unverwechselbare Identität einer lokalen Spezialität zu schützen, die durch die Wechselwirkung von Boden, Klima und Rebsorte entsteht, werden die besonderen Anbaugebiete und die dort produzierten Weine in Frankreich schon seit langer Zeit sehr gründlich definiert und klassifiziert: Jede abgefüllte Flasche gehört in Frankreich einer Qualitätskategorie an – vom Landwein bis hin zum Grand Cru Classé mit geschützter Herkunft. Die geschützte Ursprungsbezeichnung sorgt für die Identität der Weine und sichert den spezifischen Charakter jeder einzelnen der 400 französischen Appellationen. Dieses Prinzip ist über Jahrhunderte als Zusammenhang zwischen der Qualität eines Weines und seiner unverwechselbaren Herkunft entstanden, weshalb auf vielen französischen Weinetiketten noch heute statt der Rebsorte allein der Name seiner Herkunft für die Qualität des Weines bürgt und diese garantiert.  

      Leben wie Gott in Frankreich

      – diese Redensart kommt nicht von ungefähr: Essen und Trinken hat für die Einwohner Frankreichs einen erheblichen Stellenwert, wie sich gerade auch in der enormen Qualität und der Vielfalt eigenständiger Weine deutlich zeigt - und zwar vom einfachen Tafelwein für jeden Tag bis hin zu den Spitzenwächsen für die Sternegastronomie.

      Die heutige Weinwelt ist ohne Frankreich nicht vorstellbar. Die Anzahl der berühmten französischen Weinregionen, die unsere Welt mit ihren großartigen Gewächsen geprägt haben, ist ebenso beeindruckend wie die Vielzahl französischer Rebsorten, die mittlerweile nicht mehr nur in ihrer Heimat, sondern rund um den Globus mit großem Erfolg angebaut werden. Praktisch jedes ambitionierte Anbaugebiet eifert den großen französischen Idealen nach - und die gibt es reichlich: Das Burgund mit feingliedrigen Weinen aus Pinot Noir und Chardonnay, Bordeaux mit intensiven Cuvées aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, die Loire mit hoch aromatischen Sauvignon und Chenin Blancs, die Rhone mit ihrem Kultwein Chateauneuf du Pape oder die Champagne mit den prestigeträchtigsten Schaumweinen der Welt. Diese Weine sind nicht nur die ultimativen, französischen Klassiker, sondern sind international geradezu zum Sinnbild für einzigartige und eigenständige Qualitätsweine geworden. Frankreich ist die Benchmark der Weinwelt!