Friulano

      Friulano ist eine weiße, autochthone Rebsorte aus dem Nordosten Italiens, die – nomen est omen – insbesondere in der Region Friaul weit verbreitet ist.I insgesamt sind in Italien etwa 7.000 Hektar mit der Rebsorte bestockt.

      Über viele Jahre hinweg war Friulano unter den Bezeichnungen Tocai beziehungsweise Tocai Friulano bekannt, jedoch wurden diese Sortennamen von ungarischen Winzern regelmäßig beanstandet, weil sie eine zu große Anlehnung an die geschützte Ursprungsbezeichnung des ungarischen Süßweines Tokajer befanden. Damit die Vorgaben der Europäischen Union in puncto Markenschutz eingehalten werden, wird die Rebsorte seit dem Jahrgang 2008 nur noch Friulano genannt.

      Die Herkunft der Rebsorte liegt aber weder in Italien noch in Ungarn, DNA-Untersuchungen haben belegt, dass Friulano mit der Rebsorte Sauvignonasse identisch ist, die aus dem Umland des Flusses Gironde im Südwesten Frankreichs stammt. Dort wurde sie früher im gemischten Satz mit Sauvignon Blanc und Semillon kultiviert – heute aber ist sie in ihrer Heimat kaum noch zu finden. Dafür wird sie inzwischen in anderen Ländern rund um den Globus kultiviert – beispielsweise in Slowenien, Chile und Argentinien.

      Friulano-Trauben sind spätreifend und bringen meist trockene, körperreiche Weißweine hervor, die über ein charakteristisches, blumiges Bouquet mit Aromen von Mandelblüten, Kräutern und Zitrusfrüchten verfügen. Häufig erfolgt der Ausbau reinsortig, Friulano eignet sich aber auch sehr gut für Cuvées. In der Regel werden diese Weine jung getrunken und eignen sich aufgrund ihrer charakteristischen Aromatik sehr gut als Aperitif oder aber als Essensbegleiter zu Meeresfrüchten, Risotto und gemischten Antipasti.

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