Colombard

      Die weiße Rebsorte Colombard stammt aus Frankreich – ins Deutsche übersetzt bedeutet das Wort Colombard Taube und leitet sich von der leicht gräulichen Traubenfarbe ab, weswegen die Sorte früher häufig mit Sémillon verwechselt wurde.

      Ursprünglich war Colombard eine der wichtigsten Rebsorten für Cognac und Armagnac, und war deshalb neben den Sorten Ugni Blanc und Folle Blanche in zahlreichen Weingärten Südwestfrankreichs zu finden. Da der Wein aus Colombard jedoch alkoholreicher und säureärmer als der Wein der beiden anderen Sorten und insofern weniger geeignet für die Destillation ist, nahm Bedeutung der Sorte zunehmend ab. Rund die Hälfte des Rebbestandes wurde gerodet, sodass Colombard in Frankreich aktuell nur noch auf einer Fläche von rund 7.500 Hektar angebaut wird. Vor allem in den einfachen Weißweinen der Gascogne spielt die Rebsorte heute eine relevante Rolle und wird häufig als Cuvéepartner für Chardonnay oder Sauvignon Blanc verwendet.  Die weltweite Anbaufläche liegt bei knapp 30.000 Hektar – außer in der Heimat Frankreich sind größere Colombard-Rebflächen in den USA, Südafrika und Australien bekannt; Kleinstbestände gibt es zudem in Spanien, Mexiko, Israel und Thailand.

      Colombard kann lebendig frische und körperreiche Weine mit ausgeprägt fruchtigen Aromen hervorbringen, die an Apfel, Pfirsich und Zitrone oder auch an tropische Früchte wie Ananas, Mango und Passionsfrucht erinnern. In der Regel werden diese Weine jung getrunken und passen gut zu Gerichten mit hellem Fleisch oder milden Käsesorten.

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