Muscadet

      Muscadet ist nicht mit der Rebsorte Muscadelle identisch und gehört auch nicht zur Familie der Muskattrauben. Ursprünglich stammt die weiße, französische Rebsorte, die heute überwiegend im Anbaugebiet Muscadet kultiviert wird, aus dem Burgund und heißt dort Melon. In ihrer Heimat ist Melon de Bourgogne aber nur noch selten zu finden, umso wichtiger ist die Sorte aber an der Loire geworden, wo sie spätestens seit dem 17. Jahrhundert kultiviert wird und heute unter dem Synonym Muscadet bekannt ist. Die bekannteste Herkunftsbezeichnung für Weine aus der Rebsorte Melon de Bourgogne alias Muscadet ist die Appellation Muscadet Sèvre et Maine, wo die Rebstöcke auf Schieferböden wachsen und die Sorte mit Abstand die beste Qualität erreicht.

      Weltweit wird Muscadet auf etwa 9.500 Hektar angebaut, wovon der überwiegende Anteil im Département Loire-Atlantique wächst. In geringem Ausmaß wird die Rebsorte auch außerhalb Frankreichs kultiviert, beispielsweise in Kalifornien.

      Muscadet erbringt frische und feingliedrige Wein mit zarter Zitrusnote, mineralisch-salzigen Akzenten und harmonisch weicher Säure. Werden die Weine auf der Hefe gelagert, tragen sie die Bezeichnung Sur-Lie und besitzen neben einer dezenten Hefenote im Aroma auch eine cremigere Textur am Gaumen. In der Regel wird Muscadet jung getrunken und eignet sich hervorragend zu Austern, Fisch und Meeresfrüchten.

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