Bordeaux-Subskription 2019 – die ersten Eindrücke

        Jedes Jahr degustieren Weinenthusiasten aus der ganzen Welt Fassmuster-Proben von links und rechts der Gironde, um sich einen Eindruck von der Qualität des Primeurs zu verschaffen. Und wie jedes Jahr taucht die Frage auf: Wie war das Jahr 2019 und hat es das Potenzial zu den ganz großen der letzten Dekaden zu werden? Was dieses Jahr anders war und was die Weine auszeichnet, erfahren Sie hier.
        Anders als üblich degustiert Tjark WItzgall vor dem Bildschirm.

        Normalerweise reist unser Bordeaux-Experte Tjark Witzgall im Frühling für zwei Wochen in das Bordelaise und kehrt mit einer Menge Eindrücke und Geschichten zurück. Dieses Jahr läuft alles anders. Wir erhalten Musterflaschen zugeschickt und degustieren die Weine vor dem Bildschirm, die Winzer steuern Informationen via Videokonferenz bei. Doch auch wenn diese Umstände außergewöhnlich sind – die ersten Weine sind degustiert und der Jahrgang 2019 verspricht viel.

        Laut dem renommierten Weinexperten James Suckling erwartet uns ein vielversprechender Jahrgang:

        The quality of the Bordeaux 2019 en primeur samples is outstanding.

        Bei den Rotweinen des Jahrgangs 2019 erwarten wir beeindruckende Tiefe und reife Tanninstruktur, Eleganz und Finesse.

        2019 könnte vergleichbar sein mit dem Jahrgang 2009 – rund, geschmeidig und crèmig, mit betörendem Schmelz. Doch während 2009 eine Spur zu überreif resultierte, bietet 2019 eine angenehme Frische, wie wir sie aus dem Jahrgang 2016 kennen. 2019 verspricht also eine Kombination aus dem Besten der Jahrgänge 2009 und 2016 zu werden.

        Dieser Meinung ist auch Jean-Hubert Délon, Eigentümer des Château Léoville-las-Cases. Er beschreibt 2019 als klassischen Jahrgang mit einer außerordentlichen Reifungsfähigkeit.

        2019 scheint so charmant wie 2009, so ausgewogen wie 2016, so intensiv wie 2018 und so rein und strukturiert wie 2010.

        Trockener Sommer, Niederschläge im Herbst

        Der heiße Sommer erschwerte die Arbeit im Weinberg, es musste extrem akkurat gearbeitet werden. Speziell die Merlot-Traube ist empfindlich und verträgt keine direkte Sonneneinstrahlung. Um die Trauben vor dem Austrocknen zu bewahren, ließ man im Sommer 2019 bewusst die Blätter als Schattenspender hängen. Das hat sich bewährt: die Trauben waren hoch konzentriert aber trotzdem sehr lebendig. 

        Bei den Cabernet-Sauvignons darf man sich auf wenig Saft und viel Fruchtfleisch einstellen. Die Trauben profitierten am Ende von günstigen Wetterbedingungen und konnten in gutem Zustand bei höchster Reife gepflückt werden. In der Konzentration vielleicht nicht so hoch wie in früheren herausragenden Jahren, sind sie dennoch voller Fruchtigkeit, begleitet von feinen Gerbstoffen.

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