Inside Mövenpick: 5 Fragen an Christian Cordes

        Von Sabine Hauptmann - Christian Cordes würde auf eine einsame Insel gleich ein Fass vom Riesling „La Borne“ von Philipp Wittmann mitnehmen – auch wenn ihm die Entscheidung für nur einen Wein schwer fällt. Das ganze Interview mit unserem Filialleiter aus Dortmund können Sie hier lesen.
        Christian Cordes, Filialleiter Dortmund.

        Erinnern Sie sich an Ihr erstes Glas Wein?
        Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der guter Wein zum Essen dazugehörte. Ich durfte schon mit 15 Jahren den ein oder anderen Schluck probieren. Im Gedächtnis geblieben ist mir meine erste selbst gekaufte Flasche Wein, ein Rioja Gran Reserva, den ich zum Geburtstag meiner damaligen Partnerin gekauft habe.

        Was für Weine sollten den Grundstock eines gut sortierten Kellers bilden?
        Im gut sortierter Weinkeller sollte sich eine Auswahl von Weiß-, Rot und Schaumweinen mit  unterschiedlichen Jahrgängen für unterschiedliche Gelegenheiten befinden. Geduld zahlt sich aus!

        Was war im Laufe der Jahre eines Ihrer schönsten Erlebnisse in Verbindung mit Ihrer Aufgabe?
        Aus einer Reihe vieler schöner Erlebnisse erinnere ich mich an die spontane Geburtstagsfeier von Stefano Frescobaldi auf dem Weingut Ammiraglia in der Toskana. Als perfekter Gastgeber führte uns Stefano den ganzen Tag lang durch die Weingüter der Familie Frescobaldi. Am Abend stellte sich dann heraus, dass er an diesem Tag Geburtstag hatte. Die dann spontan gefeierte Geburtstagsparty samt unvergesslichem Blick über die Maremma werde ich nie mehr vergessen.

        Welcher Winzer hat Sie am meisten beeindruckt im Laufe Ihrer Karriere?
        Neben vielen schillernden, beeindruckenden Persönlichkeiten der Weinwelt, die ich kennenlernen durfte, fällt mir spontan Benoît Trocard vom Weingut Clos Dubreuil ein. Seine Persönlichkeit und sein Mut, neue Wege zu gehen und Chardonnay im St-Émilion anzubauen, imponieren mir bis heute.

        Welchen Wein würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
        Riesling – auch wenn die Frage gemein ist, da sie einen zu einer Entscheidung zwingt, von der ich meinen Kunden stets abrate, nämlich sich auf einen einzigen Wein zu beschränken. Je länger ich über diese Frage nachdenke, um so schwerer fällt mir die Antwort. Ich logge allerdings tatsächlich Riesling ein, La Borne von Philipp Wittmann, statt einer Flasche gleich ein Fass.

        Meine anspruchsvollen Freunde überrasche ich
        gerne mit einzigartigen Weinen, welche sie nicht
        kennen. Ich bin mir sicher, der vielschichtige
        Señorío wird beeindrucken und lange in bester
        Erinnerung bleiben.
        2015 Señorío de Cuzcurrita Rioja DOCa Castillo de Cuzcurrita

        Der Geheimtipp aus der Rioja

        Seit 1999 arbeitet die Önologin Ana Martin bei Cuzcurrita, wozu das gleichnamige Castillo aus dem 14. Jahrhundert gehört. Ana Martin hat die Bodega modernisiert und dadurch die Harmonie aus Moderne und Tradition perfektioniert. Die Vinifikation erfolgt mithilfe der Gravitation. Die Trauben werden von Hand geerntet und Beere für Beere verlesen. Es ist dem Geschäftsführer, Juan Diez del Corral, und Ana Martin gelungen, das Weingut innerhalb weniger Jahre berühmt zu machen.

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